Nikolaustag

Der Nikolaustag wird am 6. Dezember gefeiert. Er erinnert an Bischof Nikolaus
von Myra, der am Anfang des 4. Jahrhunderts lebte und wohl ein besonderes Herz für Kinder
hatte. Bischof Nikolaus ist ein Heiliger der katholischen und orthodoxen Kirchen, und gilt als Schutzheiliger
der Schüler, Seeleute, Bäcker, Kaufleute usw. Wie der Nikolaus allerdings nach Finnisch-Lappland
und an die Rentiere gekommen ist, ist unbekannt. In Deutschland wird der Schlitten übrigens
meistens von weißen Pferden gezogen.

Am Nikolaustag bekommen die Kinder Geschenke. Wie dies geschieht ist unterschiedlich.
Socken am Kamin sind in Deutschland allerdings eher selten. Früher stellten die Kinder ihre Stiefel
vor die Tür, aber heute sind die Geschenke meistens so groß und zahlreich, dass dies längst nicht
mehr reicht. Deshalb kommt der Nikolaus oft direkt zu den Kindern - entweder ist es der eigene
Vater oder ein anderer Verwandter, oder die Eltern mieten einen Nikolaus beim Arbeitsamt.

Zu den Nikolausbräuchen gehören auch Lieder und Gedichte, die die Kinder im
Kindergarten oder in der Schule (und manchmal sogar zuhause) lernen. In Kindergärten und Schulen
gibt es übrigens auch Nikolausbesuche.



